Katzenerfahrungen

In meiner Kindheit in den 1950er Jahren, die ich in einer ländlichen Gegend Hamburgs verbrachte, gab es Zuhause keine Haustiere. Mein Vater besorgte zu Ostern vom benachbarten Bauern ein Lamm, das dann Weihnachten geschlachtet wurde. Ich erinnere mich zwar an Hunde in der Nachbarschaft, die hatten aber die Aufgabe, die Häuser zu bewachen. An Katzen erinnere ich mich nicht.

Erst Mitte der 1970er Jahre begann meine "Katzenlaufbahn". Meine damalige Frau wollte eine Katze haben und so lernte ich Kitty kennen, das 10 Wochen alte Kätzchen aus einem Zweierwurf. Leider starb Kitty an den Folgen der Sterilisation, nachdem sie für ein Jahr mein bis dahin katzenneutrales Herz erobert hatte.

In der Zwischenzeit war Kittys Bruder erwachsen geworden und bekam Stress mit seiner Mutter. Dadurch kam Queenie, die zweijährige Mutter, zu uns. Queenie machte ihrem Namen alle Ehre - sie blieb über 16 Jahre die Herrscherin im Haus. Nachdem sie altersbedingt Wasser in die Lungen bekam, musste sie eingeschläfert werden.

Nach längerer Zeit, nämlich 2007 begann meine zweite Katzenkarriere. Meine Frau und ich wollten beide gerne Katzen. Damals waren wir noch nicht im Ruhestand, daher dachten wir an zwei Katzen. Zufällig gab es gerade zwei Würfe mit sechs Katzen. In einer Schankstube eines Restaurants wurden uns die Katzen vorgestellt, gewissermaßen ein Catwalk. Zwei Kater haben wir uns ausgesucht - den schwarzen Pauli und den Tiger Kalle. Bilder der beiden Kater finden sich hier. Nach sechs Jahren Harmonie begannen sich beide Kater zu bekämpfen, was mit extremem Markierverhalten einherging. Leider mussten wir uns daher schweren Herzen von Kalle trennen.

Die Bilder zeigen, wie gut sich die beiden Kater in den ersten Jahren verstanden hatten. Immer schon problematisch war das Autofahren für Kalle, der sich jedes Jahr versteckte, wenn es zu unserem Ferienhaus ging. (Pauli besteigt freiwillig seinen Katzenkorb und ist die ganze Fahrt über entspannt). In diesem Jahr (2014) war die Fahrt besonders schlimm. Hinzu kam, dass Kalle sich fast die ganze Zeit unterm Bett versteckte. Kam er daraus hervor, ging er ängstlich geduckt durch das Haus. Wir hoffen sehr, dass unsere Entscheidung richtig war und Kalle ein besseres Leben vor sich hat. Paulis Verhalten hat sich sehr gut entwickelt, so dass der Trennungsschmerz etwas gemildert ist. Insbesondere hat das Markierverhalten aufgehört und Pauli hat sich zu einem schnurrenden Dauerschmuser gewandelt.

Letzte Änderung: 14.August 2014