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Vermutlich bedingt durch den niedrigen Wert der Leukozyten, der mich ja schon auf die Palliativstation brachte, habe ich mir eine Infektion zugezogen, deren Ursprung bisher nicht ermittelt werden konnte.

Am Wochenende vor Weihnachten bekam ich Schüttelfrost mit Fieberschüben (37,3°–38,5°). Ebenfalls bemerkte ich Herzunregelmäßigkeiten (Herzrhythmusstörungen). Nach Absprache mit dem Onkologen in Lerchenfeld erfolgte die Einweisung in das Krankenhaus Barmbek.

Dort wurde festgestellt, dass mein Entzündungswert (C-reaktives Protein (CRP)) bei 231,5 statt bei unter 5 lag. Also irgendwo ist eine heftige Infektion Zur Behandlung gab es Infusionen mit Antibiotika.

Viel schlimmer war jedoch mein Kaliumwert: er soll bei 3,4/4,5 liegen und lag aber bei nur 1,62.

Was da zahlenmäßig so harmlos klingt, ist eine lebensbedrohliche Geschichte: Zu wenig Kalium kann zum Herzstillstand führen Daher wurde ich die ersten Tage in die Monitorstation verlegt. Zur Behandlung gab es Infusionen mit Kalium und NaCl.

Nach der Verlegung auf die Station gab es weiterhin Antibiotika und NaCl, manchmal auch Kalium. Der Kaliumspiegel stieg wieder an.

Leider führte das NaCl zu wieder dicken Beinen. Diesmal war es aber psychologisch schlimmer: gerade hatte ich es geschafft, ein wenig lockerer Treppen zu steigen – alles wieder auf Anfang.

Trotz immer noch nicht wieder normaler Werte (CRP=145, Kalium=3,38) wurde ich am 28.12. in die ambulante Obhut meines Onkologen übergeben.

Vermutlich lag der niedrige Kaliumwert daran, dass durch die breits vorhandenen dicken Beine beim medikamentösen Wasserentzug, Kalium mit ausgeschemmt wurde – ein Teufelskreis

Jetzt heißt es: "Beinmuskulatur aufbauen" und vor allem: "Lymphdrainage"

Leider doch: Stichwort "Wasserentnahme".


Bei Interesse freue ich mich auch nun über jeden Beitrag.
Stand: 12.1.2016